China ist heute wirtschaftlich, technologisch und geopolitisch ein zentraler Akteur der internationalen Politik. Während westliche Staaten mit inneren Krisen und globalen Machtverschiebungen ringen, tritt die Volksrepublik selbstbewusst auf der Weltbühne auf. In der Außenwahrnehmung ergibt sich dabei ein gemischtes Bild: Einige bewundern China für seine Vorreiterrolle bei Zukunftstechnologien wie Robotik und Elektromobilität, andere betrachten es als Stabilitätsfaktor in einer globalen Ordnung fragmentierter Machtverhältnisse. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Volksrepublik für autoritäre Herrschaft, Menschenrechtsverletzungen und geopolitische Machtprojektion steht – sowie, mit Blick auf Taiwan, für militärische Bedrohung. Im Indopazifik, aber auch für Europa stellen sich daher grundlegende Fragen nach Chinas langfristigen Zielen. Wie verstehen die chinesischen Eliten ihre Rolle in der Welt? Wie sollten Europa und die EU sich zu Chinas Interessen verhalten?
Referenten
- Dr. Marina Rudyak, Sinologin an der Universität Heidelberg, Autorin und Politikberaterin
- Sebastian Schreiber, freier Journalist
Eine Kooperation der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung mit der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt und der Evangelischen Akademie.
Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht notwendig.
Youtube-Livestream unter: https://www.youtube.com/watch?v=pqhuZp_EX84Öffnet sich in einem neuen Fenster
Eintritt frei.