Über Jüdisches Leben in Deutschland mit Ensemble OPUS 45
„Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“
Mit diesem Zitat Heinrich Heines beginnt das Gedicht „Im Exil“ von Mascha Kaléko, das im Jahr 1943 veröffentlicht wurde. Die jüdische Dichterin, die 1938 vor den Nationalsozialisten in die USA floh, thematisierte in diesem wie in vielen anderen Werken ihr Heimweh nach Deutschland. Sie ist gemeinsam mit ihrem Geistesverwandten Heinrich Heine die Namensgeberin dieses literarischen Kammermusikabends, der einen Ausschnitt der überaus reichen und komplexen jüdisch-deutschen Kulturgeschichte darstellen möchte. Roman Knižka liest aus Texten jüdischer Autorinnen und Autoren deutscher Sprache, darunter u.a. Moses Mendelssohn, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Else Dormitzer, Anita Lasker-Wallfisch und Mascha Kaléko. Neben literarischen Werken stehen autobiographische Zeitzeugnisse: Berichte über jüdischen Alltag im 19. und 20. Jahrhundert, die von der faszinierenden Vielfalt jüdischen Lebens auf deutschem Boden ebenso berichten wie über zunehmenden Antisemitismus bis hin zur Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung deutscher Jüdinnen und Juden unter dem NS-Regime.
Datum
20. November 2026 um 19.00 Uhr
Ort
KUBE – Kultur- und Begegnungszentrum, Lotichiusstraße 38, 36381 Schlüchtern
Veranstalter
Referat I/1 der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
Kooperation
Magistrat der Stadt Schlüchtern – Abt. 1.2 Familien, Freizeit und Tourismus