„Dass ein gutes Deutschland blühe …“

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Gemeindehaus der Evangelischen Petrus-Gemeinde, Bahnstraße 46, 63225 Langen

Musikalische Lesung zu 80 Jahren Kriegsende Ensemble OPUS 45 und Zeitzeugin Edith Erbrich

„Dass ein gutes Deutschland blühe …“ erzählt in literarischen Texten, Reportagen und Zeitzeugnissen von einem Land zwischen Apokalypse und Aufbruch, von der Ankunft der Sieger, von der Konfrontation der Deutschen mit den Gräueltaten des NS-Regimes, dem Schicksal jüdischer KZ-Überlebender, die nach ihrer Befreiung als „Displaced persons“ durch das Land der Täter irrten, von Hungerwintern, Vertriebenen und Kriegsheimkehrern. Politische Zäsuren wie die Potsdamer Konferenz, die Nürnberger Prozesse, die Währungsreform oder die Berlin-Blockade werden ebenso thematisiert wie die im Alltag häufig fragwürdige Praxis der Entnazifizierungsverfahren.

Literatur und Musik nach 1945: Doch auch von kulturellen Aufbrüchen und Neuanfängen handelt das Programm. Ob oder wie man nach den Verbrechen der NS-Diktatur und der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs noch schreiben sollte, wurde von Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Zeit heftig diskutiert. Roman Knižka rezitiert aus Werken der Nachkriegsliteratur von Wolfgang Borchert, Bertolt Brecht und Nelly Sachs.

Edith Erbrich, eines der wenigen überlebenden Kinder aus Theresienstadt, wird im Anschluss über ihre Kindheit im Lager berichten und Fragen beantworten. Trotz schwerer Bedingungen entwickelten viele Inhaftiertekreative Wege, um sich auszudrücken. Ihre Stimmen werden an diesem Abend hörbar. Ein Abend zum Erinnern, Zuhören und Fragen stellen – für Jugendliche ab Klasse 8 und Erwachsene.

Kooperation

Bündnis „Langen bleibt bunt“

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