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Philosophie als Politik: Vom Siebenjährigen Krieg zum Kriegssommer 1776

Der Vortrag diskutiert die Unabhängigkeitserklärung als Kriegsdokument im Kontext globaler militärischer Auseinandersetzungen seit dem Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763). Demnach hatte Jeffersons philosophische Rhetorik im Kriegssommer 1776 eine durchaus strategische Funktion innerhalb kolonialer Macht- und Interessenkonflikte. Der Vortrag skizziert, wie sich der kolonial-amerikanische Protest erst spät, vor allem unter dem Einfluss von Thomas Paines Common Sense (Januar 1776), zu einem universalistischen Freiheitsdiskurs radikalisierte. Diese ideologische Wende war eng mit der Dynamik politisch-militärischer Eskalationen der 1760/70er Jahre verbunden und keineswegs von Anfang an angelegt. Zugleich bleibt die Unabhängigkeitserklärung ein ambivalentes Dokument, das zwischen politischer Propaganda, philosophischem Anspruch und siedlungskolonialer Gewalt oszilliert. Der Vortrag möchte beleuchten, wie ihr Universalismus (bis heute) sowohl emanzipatorisches Potenzial entfaltet als auch problematische politische Implikationen mit sich bringt.

Gast

Prof. Dr. Frank Kelleter ist Professor an dem John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin

Disclaimer

Alle Äußerungen der Gäste geben deren eigene Auffassungen und Meinungen wieder und stellen nicht notwendigerweise die Haltung der Herausgeberin bzw. der Produzentin dar.

Timestamps

0:00:00 Begrüßung und Einleitung
0:00:35 Vorstellung Hr. Dr. Keletter & Überblick Vortrag
0:00:54 Beginn des Vortrags
0:01:54 DOI als Kriegsdokument
0:03:43 Der 7-jährige Krieg 
0:06:16 Bedeutung des 7-jährigen Krieges für die DOI
0:08:22 Der Sieg Großbritannien – Gründe, Auswirkungen, Entwicklungen
0:19:25 Die Rolle von Independence
0:21:25 Die Radikalisierung des amerikanischen Diskurses
0:23:43 Thomas Pain´s Streitschrift „Common Sense“
0:34:50 Der Kampf um die Bedeutung der Revolution
0:38:10 Die Unabhängigkeitserklärung und der koloniale Widerstand gegen geltendes Recht
0:39:20 Fazit und Ende des Vortrages
0:43:22 Abschluss