Stefanie Nathow ist wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dort u. a. für die Entwicklung didaktischer Materialien zuständig. Nach ihrem Studium der Geschichte, Judaistik und Germanistik sowie Forschungsaufenthalten in Israel arbeitete sie für verschiedene Berliner Museen und Gedenkstätten in den Bereichen jüdische Geschichte und Nationalsozialismus und hat zuletzt die Bildungsarbeit im Museum Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum aufgebaut und geleitet.
Das Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft“ erforscht die um 1930 bestehenden hessischen jüdischen Gemeinden in ihrer großen Vielfalt, erinnert aber auch an ihre stetige Bedrohung durch Judenfeindschaft und Antisemitismus. Es wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen sowie der evangelischen und katholischen Kirchen Hessens finanziert.
Zu den jährlich stattfindenden Konferenzen sind bereits drei Sammelbände erschienen, der erste Teilband des Projekts wird im November 2025 vorgestellt. Didaktische Materialien sind bislang zu Synagogen als Orten des außerschulischen Lernens und zu jüdischen Jugendlichen in Hessen im Nationalsozialismus entstanden.
Für Schulprojekte werden Beratungen und wissenschaftliche Begleitung angeboten, ebenso Lehrkräftefortbildungen zu Themen jüdischer Religion, Kultur und Geschichte in Hessen.