Majer Szanckower

Majer Szanckower (*1947) gehört zur ersten Generation von Juden, die im Nachkriegsdeutschland geboren wurden. Seine Eltern waren Holocaust-Überlebende aus Bessarabien und Polen, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs zunächst in Berlin und dann im jüdischen DP-Lager Föhrenwald, ca. 30 km von München entfernt, eine neue Heimat auf Zeit fanden. Dort verbrachte Majer Szanckower seine Kindheit und wuchs mit Jiddisch als Muttersprache auf. Seit 1957 lebt er in Frankfurt am Main, wo er über ein Vierteljahrhundert – noch bis vor Kurzem – die zwölf jüdischen Friedhöfe der Stadt verwaltete.

Bis heute engagiert er sich als Zeitzeuge und Gesprächspartner z.B. in Schulen für die Vermittlung der Geschichte des jüdischen Lebens in Deutschland nach 1945 sowie für jüdische Friedhofskultur und Bestattungsrituale.