Isabel Gathof hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre als Nachwuchsfilmemacherin auf internationaler Ebene eine Kernkompetenz in der filmischen Umsetzung jüdischer Sujets erarbeitet und setzt sich inzwischen multimedial mit der jüdischen Geschichte Hessens auseinander.
Ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen (HFF München) ging eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei Saatchi & Saatchi in Frankfurt voran, die sie als eine der besten Absolventinnen Hessens abschloss. Nach einem Auslandssemester an der Tel Aviv University verlagerte sie ihren Studienschwerpunkt von Filmproduktion auf Dokumentarfilmregie und gründete nach erfolgreichem Studienabschluss mit Diplom ihre Produktionsfirma „FEINSHMEKER FILM“.
Für ihren ersten abendfüllenden Kinodokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim – Der erste jüdische Maler“ wurde Isabel Gathof u. a. 2018 mit dem Hessischen Newcomer Preis ausgezeichnet.
Auf das – gemeinsam mit der promovierten Oppenheim-Expertin Dr. Esther Graf geschriebene – Buch über den „Maler der Rothschild und Rothschild der Maler“ folgte „Moritz Daniel Oppenheim macht Schule“ – ein in der Bildungsmedienlandschaft bislang einzigartiges Projekt, das einem jungen Publikum das spannende Zeitalter der jüdischen Emanzipation vermittelt und damit die Kenntnisse deutsch-jüdischer Geschichte über das Opfernarrativ hinaus erweitert und in Zusammenarbeit mit dem beliebten TV-Moderator Eric Mayer entstanden ist.
Zuletzt realisierte Isabel Gathof in Co-Produktion mit der naked eye film (München/Berlin) „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, einen abendfüllenden Kinodokumentarfilm über die letzten NS-Prozesse in Deutschland; sowie im Rahmen eines medienpädagogischen Dialogprojekts im Auftrag der Stadt Mannheim die Dokumentation „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben² von 1945 bis heute“.
Mit der anlässlich des 225. Geburtstagsjubiläums Moritz Daniel Oppenheims veröffentlichten App „M. D. Oppenheim macht Schule“ können Schülerinnen & Schüler mit ihrem Smartphone auf Spurensuche nach der jüdischen Emanzipation gehen und in Oppenheims Heimatstadt Hanau deutsch-jüdische Geschichte digital sowie vor Ort erleben. Darüber hinaus entwickelte sie bereits 2022 gemeinsam mit der Hohen Landesschule Hanau und einem Expertenteam aus Israel ein „Augmented Reality“-Projekt, das eng mit M. D. Oppenheim verbundene, historische Orte auf dem Smartphone virtuell wieder auferstehen lässt.