Die Anfänge des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Oberursel

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Großer Sitzungssaal, Rathaus Oberursel, Rathausplatz 1, 61440 Oberursel

Vortrag von Dr. Bodo Hechelhammer

Offiziell begann die Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) am 1. April 1956. Die Anfänge des deutschen Auslandsgeheimdienstes nach dem Zweiten Weltkrieg führen nach Oberursel. 

Im Sommer 1946 begann der US-Militärgeheimdienst mit seiner Zentralstelle im damaligen Camp Sibert nicht nur das sichergestellte Archiv der Wehrmachtsabteilung „Fremde Heere Ost“ auszuwerten, sondern auch die Kenntnisse der Mitarbeiter zu nutzen. Mit der „Operation Rusty“, der späteren "Organisation Gehlen", sollte ein wichtiges Glied in der militärischen Aufklärung Richtung Osten geschaffen werden. Aus der bisherigen Allianz mit der Sowjetarmee war ein weithin unbekannter Gegner im aufkeimenden Kalten Krieg geworden, den es nun auszuspionieren galt. 

Über die Anfangszeit in Oberursel, die mit dem Umzug nach Pullach im Dezember 1947 endete, wird es in diesem Vortrag gehen, wie auch um die Personalien der Personen – und ihre nicht ganz so lupenreine NS-Vergangenheit –, auf die die US-Army wie auch die noch junge Bundesrepublik zurückgriffen.

Frau Bürgermeisterin Runge übernimmt die Grußworte zur Begrüßung.

Mit diesem Vortrag möchte der Arbeitskreis Camp King des Geschichtsvereins Oberursel auch an die Umbenennung des anfänglichen Camp Sibert in Camp King vor 80 Jahren am 19. September 1946 erinnern.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter

Referat I/1 der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

Kooperation

Arbeitskreis Camp King