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Erinnern
Grenzmuseum Schifflersgrund
Lesedauer:3 Minuten
Historischer Ort:
Das Grenzmuseum Schifflersgrund ist ein bewegender historischer Ort, ein modernes Museum und ein lebendiger Lernort. Seit über 30 Jahren vermittelt es authentisch und zukunftsorientiert die deutsche Teilungsgeschichte mit Raum für Erinnerungen und Möglichkeiten zum Dialog.
Bis heute ist der Schifflersgrund ein einzigartiges Zeitzeugnis der Geschichte der deutschen Teilung. Es bietet eine beeindruckende und zugleich bedrückende Sicht auf die früheren Sperranlagen. Hier befindet sich das längste erhaltene Teilstück der ehemaligen innerdeutschen Grenze und des Eisernen Vorgangs in Europa. Der bewahrte Grenzabschnitt besteht aus dem 550 Meter langen Grenzzaun, dem Kolonnenweg und einem Beobachtungsturm. Darüber hinaus liegt auf dem Gedenkstättengelände der Todesort von Heinz-Josef Große, der bei einem Fluchtversuch im Jahr 1982 von zwei DDR-Grenzsoldaten erschossen wurde.
Im Schifflersgrund steht der längste erhaltene Originalabschnitt des „Eisernen Vorhangs“ in Europa. Er umfasst einen 550 Meter langen Grenzzaun, den Kolonnenweg und einen Beobachtungsturm. Weiterhin befindet sich auf dem Gelände des Todesortes von Heinz-Josef Große, der bei einem Fluchtversuch im Jahr 1982 von zwei DDR-Grenzsoldaten erschossen wurde.
Die Dauerausstellung:
Seit 2024 informiert eine neugestaltete Dauerausstellung über die Geschichte der Grenze. Zudem bietet das Museum ein großes Außengelände, ein modernes Bildungsangebot und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm.
Die 2024 eröffnete Dauerausstellung erzählt von den Ursachen der Teilung und dem Ausbau der DDR-Sperranlagen während des Kalten Krieges, vom Alltag und Leben beidseits der Grenze sowie von deren Überwindung und Nachwirkung. 260 Bilder, 110 historische Dokumente und 98 Originalobjekte sowie zehn Medienstationen mit über 150 Zeitzeugenvideos vermitteln anschaulich, greifbar und zugleich modern die Geschichte der Grenze, die vier Jahrzehnte lang nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa teilte.
Lernort:
Seit seiner Gründung im Jahr 1991 versteht sich das Grenzmuseum Schifflersgrund als historischer Lernort zur Demokratiebildung. Die Grenzrelikte im Außengelände zeigen exemplarisch, wie das gleichermaßen perfide als auch perfektionierte DDR-Grenzregime unter der SED-Diktatur funktionierte.
Die neue Dauerausstellung vermittelt die Ursachen der Teilung Deutschlands. Sie erzählt von den Auswirkungen der Grenzabriegelung auf die Menschen in Ost und West. Erzählungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen schaffen dabei einen lebensweltlichen Bezug.
Mit den Bildungsangeboten wird insbesondere jungen Besucherinnen und Besuchern die deutsche Diktatur- und Teilungsgeschichte nach 1945 anschaulich und verständlich vermittelt. Sie sollen zum kritischen Nach- und Weiterdenken angeregt werden. Das Programm richtet sich an alle Altersgruppen und Lernniveaus und kann individuell an die Bedürfnisse der jeweiligen Besuchergruppe angepasst werden.
Arbeitskreis Grenzinformation e.V.
Egerländer Straße 44
37242 Bad Sooden-Allendorf
Telefon: +49 (0) 5652 32 16 und +49 (0) 172 6 22 08 63
Grenzmuseum "Schifflersgrund"
Platz der Wiedervereinigung 1
37318 Asbach / Sickenberg
Telefon: +49 (0) 36087 9 84 09
Fax: +49 (0) 36087 9 84 14
E-Mail:
info@grenzmuseum.de
Internet:
grenzmuseum.deÖffnet sich in einem neuen Fenster
Wolfgang Ruske, Ltd. Polizeidirektor a.D.
B 27 bis Bad Sooden-Allendorf, Abbiegen in Richtung Sickenberg: B 80 bis Uder, Abbiegen Richtung Bad Sooden-Allendorf, Beschilderung „Grenzmuseum“
Das Museum ist ganzjährig von 10–17 Uhr geöffnet.
- Ruske, Martin: Wanfrieder Abkommen i.V. mit der Stiftung Aufarbeitung. 2005.
- Ruske, Martin: Das Grenzmuseum Schifflersgrund. 2002.
- Rothestein Texte, Hamburg: Grenzenloses Deutschland. 2002.
- Rothestein Texte; Boß, Nicole / Ruske, Martin: Menschen im Aufbruch. 2004
Der folgenden Broschüre können Sie die verschiedenen Bildungsangebote des Grenzmuseums entnehmen: