18. Juni 1948
Nach einer Phase strengster Geheimhaltung wird die Währungsreform in den drei Westzonen durch den amerikanischen Kontrolloffizier bei Radio Frankfurt, Robert H. Lochner, verkündet.
24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949
Für die Sowjetische Militäradministration und die deutschen Politiker in der Ostzone ist die Schaffung einer eigenen Währung für die Westzone eine Herausforderung. Die Sowjetunion reagiert mit der Abriegelung der Westsektoren von Berlin, um sie in ihren Machtbereich einzugliedern. Zusammen mit den Briten versorgen die Amerikaner die zwei Millionen Einwohner West-Berlins aus der Luft. 6.000 Tonnen Lebensmittel, Kohle und anderes benötigen sie täglich. Fast 430 Flugzeuge sind rund um die Uhr im Einsatz. Die meisten starten auf dem Frankfurter Flughafen, wo heute eine Gedenkstätte an den Einsatz erinnert.
1. Juli 1948
Im Hauptquartier der US-Militärverwaltung, dem ehemaligen IG-Farben-Haus in Frankfurt, werden den führenden westdeutschen Politikern noch während der Berliner Blockade verbindliche Empfehlungen für die Gründung eines Weststaates überreicht. Darin fordern die Westalliierten eine verfassungsgebende Versammlung und eine Neugliederung der Länder. Das dritte Dokument über das Besatzungsstatut macht deutlich, dass der zu gründende Weststaat nur eingeschränkt souverän sein wird.
23. Mai 1949
Im Hauptquartier der US-Militärverwaltung, dem ehemaligen IG-Farben-Haus in Frankfurt, werden den führenden westdeutschen Politikern noch während der Berliner Blockade verbindliche Empfehlungen für die Gründung eines Weststaates überreicht. Darin fordern die Westalliierten eine verfassungsgebende Versammlung und eine Neugliederung der Länder. Das dritte Dokument über das Besatzungsstatut macht deutlich, dass der zu gründende Weststaat nur eingeschränkt souverän sein wird.
7. Oktober 1949
Mit der Annahme der von einem „Volksrat“ erarbeiteten Verfassung, ist die Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet. Sie tritt mit ihrer „Volksarmee“ 1955 dem von der Sowjetunion geführten Militärbündnis „Warschauer Pakt“ bei. Zwischen Hessen und Thüringen trennt die Grenze nun den demokratischen Westen vom kommunistischen Osten. Allein bis Mitte 1949 hat Hessen 48.000 Zuwanderer aus der Sowjetischen Besatzungszone aufgenommen.
Fast 250.000 amerikanische Soldaten sind während des Kalten Krieges in der Bundesrepublik Deutschland stationiert, davon ein großer Teil in Hessen. Der berühmteste von ihnen ist der King of Rock’n Roll Elvis Presley, der 1958/59 seinen Wehrdienst in Friedberg ableistet und in Bad Nauheim wohnt. Um die Verbundenheit mit seinen Soldaten und der deutschen Bevölkerung zu demonstrieren, besucht der amerikanische Präsident John F. Kennedy die Bundesrepublik und am 25. Juni 1963 auch Frankfurt und Wiesbaden. In Frankfurt jubeln ihm 150.000 Menschen auf der Fahrt im offenen Wagen zu. Am Römer erwarten ihn noch einmal 60.000 Menschen. In seiner Rede, die er in der Paulskirche hält, betont er das enge freundschaftliche Verhältnis zwischen den USA und der Bundesrepublik Deutschland:
„Heute gibt es keine ausschließlich deutschen Probleme oder amerikanischen Probleme oder europäischen Probleme mehr.