„Jüdischer Widerstand war ein Massenphänomen.“ Diese These des Historikers und Autor Stephan Lehnstaedt mag manch einen überraschen, weist sie doch auf eine Forschungs- und Erinnerungslücke hin. Jüdinnen und Juden widersetzten sich ihrer Verfolgung durch die Nationalsozialisten, aber warum wird daran so wenig erinnert?
Im Gespräch mit Jörg Osterloh berichtet er von den Recherchen zu seinem Buch „Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust“. Doch wie kann Widerstand aussehen in einem System, das auf die absolute Vernichtung ausgerichtet ist? Stephan Lehnstaedt beschreibt, wie Überleben zu einem Akt von Widerstand wurde und auf welch vielfältige Weise sich Jüdinnen und Juden dem NS-Regime entgegenstellten. Dabei geht er auf die Unterschiede zwischen West- und Osteuropa ebenso ein wie auf die Rollenverteilung in jüdischen Widerstandsgruppen.
Die Folge ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung vom 19. März 2026.
Der Inhalt des Podcast gibt die subjektive Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Gäste wieder und entspricht nicht zwingend der Wahrnehmung, Haltung und Meinung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.