In dieser Folge geht es um den Tod von Ulrike Meinhof am 9. Mai 1976 in der JVA Stammheim – und um die politische Schlacht um seine Interpretation. War es Suizid oder Staatsmord? Warum wurde genau diese Frage zum Wendepunkt für die RAF und die bundesdeutsche Linke? Gemeinsam mit Historiker Kevin Lenk analysieren wir die Ereignisse, die Beerdigung, die publizistischen Kämpfe und den langfristigen Wandel der linken Debattenkultur.
Shownotes
Moderation
Duška Roth und Lorenz Hoffmann
Interviewpartner
Kevin Lenk
Musik
Henrik von Holtum
Abmischung
Henrik von Holtum
Timestamps Folge 14
00:00 Der Morgen in Stammheim
00:42 Suizid oder Mord?
01:18 Die Auffindesituation in der Zelle
02:24 Die RAF reagiert
03:08 Die „Welt“ veröffentlicht die Spaltungsthese
04:16 Warum die Suizidthese eine Katastrophe für die RAF war
05:21 Die Gegenoffensive der RAF-Anwälte
08:03 Die Beerdigung als politische Bühne
08:50 Die Trauerreden und der Streit um Meinhofs Vermächtnis
11:32 Pastor Gollwitzer und die Krise der Linken
12:35 Die Entstehung der „Gegen-Meinhof“
13:42 Die RAF verliert die Deutungshoheit
14:34 „Letzte Texte von Ulrike“ – ein publizistischer Flop
16:25 Der Streit um Brückners Buch
19:56 Die internationale Untersuchungskommission
21:19 Mord oder Selbstmord? Vielleicht die falsche Frage
22:52 Joschka Fischer fordert die Abkehr von der Stadtguerilla
24:37 Meinhof als tragische Identifikationsfigur
25:01 Das entnommene Gehirn und die Pathologisierung der RAF
27:15 Ausblick auf die nächste Folge
Zeitschriften und Periodika
konkret
(Zeitschrift)
Info BUG
(Berliner Undogmatischer Gruppen) / Info HUG (Hamburger undogmatischer Gruppen)
Pflasterstrand
(Frankfurter Stadtmagazin)