Die Bilder des Arabischen Frühlings von 2011 gingen um die Welt. Tausende von Menschen gingen auf die Straßen und protestierten gegen die machthabenden Regime. Alles begann mit der verzweifelten Selbstverbrennung eines jungen Gemüsehändlers in Sidi Bouzid, einer Kleinstadt in Tunesien. Über die Ausbreitung des Revolutionsgedanken auf weitere Staaten im arabischsprachigen Raum und die die Absetzung zahlreicher Machthaber, sprechen wir in dieser Folge mit Politikwissenschaftlerin Dr. Irene Weipert-Fenner. Wir ergründen neben den Hintergründen der Arabellion auch die durchwachsene Bilanz - heute 12 Jahre nach den Protesten - und weshalb Dr. Weipert-Fenner die Meinung vertritt #NichtsIstVorbei.
Dr. Irene Weipert-Fenner
Dr. Irene Weipert-Fenner ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Dort ist sie insbesondere Expertin für Tunesien und Ägypten. Sie studierte Politikwissenschaft und Arabistik in München, Nürnberg und Bamberg. Im Jahr 2013 promovierte sie an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2012 ist Dr. Weipert-Fenner für die HSFK tätig und koordiniert seit 2023 die Forschungsgruppe „Regimewettbewerb“. Zudem ist sie seit 2021 auch Principal Investigator der Clusterinitiative „ConTrust“ der Goethe-Universität und der HSFK.