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Hessische Landeszentrale für politische Bildung

Folge 11: Der Nordirlandkonflikt

Protestanten gegen Katholiken - Nationalisten gegen Unionisten - England gegen Irland. 30 Jahre lang traumatisierte der bürgerkriegsähnliche Identitäts- und Machtkampf Nordirland. Zwischen 1966 und 1998 starben knapp 3500 Menschen bei Anschlägen und Auseinandersetzungen, zigtausende wurden verletzt. Nach Verabschiedung des Friedensabkommens von 1998 beruhigte sich der Konflikt zunächst, doch in Folge des Brexits droht der Konflikt zwischen den katholischen Nationalisten und den protestantischen Unionisten wieder aufzuflammen. In der heutigen Folge erläutert die Historikerin und Friedens- und Konfliktforscherin Dr. Corinna Hauswedell die Hintergründe des Nordirlandkonflikts und erklärt wie sich am besten #DemokratieInDenKaltenFrieden einbringen ließe.

Dr. Corinna Hauswedell

Dr. Corinna Hauswedell ist Historikerin und Friedens- und Konfliktforscherin. Sie promovierte an der Universität Hamburg, engagierte sich in den Friedensbewegungen der 1980er Jahre und war von 1994 bis 2006 am Bonn International Center for Conflict Studies (BICC) tätig. Zwischen 2001 und 2017 war Dr. Hauswedell zudem Mitherausgeberin des Friedensgutachtens der wichtigsten deutschen Friedensforschungsinstitute und Mitbegründerin der Vierteljahresschrift Wissenschaft & Frieden. Sie unterrichtet irische Geschichte an zahlreichen Hochschulen und lebt einen großen Teil des Jahres in Irland.

Der in dieser Folge angesprochene Film „Belfast“ ist ein Filmdrama von Kenneth Branagh aus dem Jahr 2021. Er behandelt den Nordirlandkonflikt aus Sicht des kleinen Jungen Buddy.